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Standesamtliche Trauung

Inhaltsverzeichnis

[Bearbeiten] Einleitung

Die Standesamtliche Trauung stellt in Deutschland die einzige Möglichkeit dar, in den Stand der Ehe zu treten und der Termin zur Eheschließung kann frühestens sechs Monate vorher beantragt werden. Gerade bei einer Schnapszahlen-Hochzeit sollte der Termin rechtzeitig "gesichert" werden. Bei manchen Standesämtern ist es möglich, auch schon früher den Wunschtermin vorreservieren zu lassen. Zudem bestehen mittlerweile Standesämter, die auch an ||Heiraten am Sonntag|Sonn- oder Feiertagen]] trauen und rund um die Uhr ihre Dienste anbieten. Was alles zu einer Standesamtlichen Trauung dazu gehört, soll dieser Beitrag erklären.

Standesamt Villach
Standesamt Dresden
Standesamt Krefeld
Standesamt Rodgau
Standesamt Unna


[Bearbeiten] Ablauf einer Standesamtlichen Trauung

Zunächst werden die Personalien des Brautpaares überprüft, was oft bereits vor der eigentlichen Trauung im Vor- oder Nebenraum stattfindet. Anschließend werden das Brautpaar und die Trauzeugen, sofern anwesend, ins Trauzimmer gebeten. Zu Beginn der Trauungszeremonie hält der Standesbeamte / die Standesbeamtin eine kurze Rede, beziehungsweise leitet die anstehende Trauung mit den eigenen Worten ein. Anschließend folgt die Eheformel, wobei die beiden potentiellen Eheleute gefragt werden, ob sie auch tatsächlich den weiteren Lebensweg zusammen beschreiten wollen, was sie selbstverständlich mit Ja beantworten, es sei denn, es handelt sich um einen "Versteckte-Kamera"-Scherz. Während dem Verlesen der Eheformel werden die Brautleute normalerweise gebeten, sich zu erheben.

"Nun frage ich Sie, Herr Mustermann, ist es Ihr freier Wille, mit der hier anwesenden Frau Musterfrau die Ehe einzugehen, so beantworten Sie die Frage mit einem "Ja". Nun frage ich Sie, Frau Mustermann, ist es auch Ihr freier Wille, mit dem hier anwesenden Herrn Mustermann die Ehe einzugehen, so beantworten auch Sie diese Frage mit einem "Ja"."

Nun folgt der Ringtausch und anschließend der Hochzeitskuss. Zum Schluss wird es noch einmal formell, das Hochzeitsprotokoll wird verlesen und die Heirat wird offiziell im Familienstammbuch beurkundet.


Hier noch einmal der Ablauf der Standesamtlichen Trauung, kurz und bündig:

  • Begrüßung durch den Standesbeamten / der Standesbeamtin
  • Rede
  • Erklärung zu den Formalitäten
  • Die Trauformel
  • Der Ringtausch
  • Der Kuss
  • Verlesen des Heiratseintrags
  • Unterschriften
  • Übergabe der Urkunden
  • Abschlussworte

Sicherlich handelt es sich bei dem eben beschriebenen Ablauf nicht um einen vorgeschriebenen Standard, Abweichungen sind also möglich.


[Bearbeiten] Gestaltung der Standesamtlichen Trauung

Generell sollte der Ablauf der Standesamtlichen Trauung vorher ausführlichst mit dem Standesbeamten / der Standesbeamtin besprochen werden. Dabei können gleich die eigenen Wünsche zur Gestaltung der Trauungszeremonie geäußert werden. Bei der Gestaltung des Ablaufs gibt es viele Möglichkeiten. Ob alle Wünsche der Brautleute umsetzbar sind, hängt letztendlich vom jeweiligen Standesamt ab. Auch die Sympathie zwischen dem Standesbeamten / der Standesbeamtin und den Heiratenden muss stimmen. Es wirkt wenig feierlich, wenn der Standesbeamte seinen Text "herunterrasselt" (zur Beruhigung: das kommt nicht so häufig vor), als würde er die Fußballergebnisse dr Regionalliga Ost vorlesen. Hier ist es also wichtig, einen Zuständigen zu finden, der auch auf das Brautpaar eingeht, die Eheleute kennenlernen WILL und aufgrund seiner gesammelten Information in der Lage ist, eine persönliche Rede zu gestalten, die das Hochzeitspaar fühlen lässt, dass es wirklich um etwas Großes geht und nicht nur um einen trockenen, bürokratischen Akt.

Um noch ein wenig mehr Abwechslung zu schaffen, könnte eventuell auch vereinbart werden, dass die zukünftigen Ehepartner SELBST das Wort ergreifen dürfen. So könnten spezielle Gedichte , die das Hochzeitspaar verbindet, vorgetragen werden. Auch eine kurze Geschichte wäre überlegenswert, in der geschildert wird, wie sich das Paar kennengelernt hat. Auch die Trauzeugen könnte man zu Wort kommen lassen, aber wie bereits geschrieben: Alle Änderungen am "normalen" Ablauf sollten vorher genau besprochen werden, da oftmals auch nur ein kleines Zeitfenster zur Verfügung steht. Die Standesamtliche Trauung kann also schon ein feierlicher Akt sein und verstärken lässt sich das natürlich noch hiermit: Musik...


Musikalische Untermalung

In der Regel kommt die Musik von der CD, allerdings gibt es auch andere Möglichkeiten, die jedoch vorher mit dem Satndesbeamten / der Standesbeamtin besprochen werden müssen. Es werden mindestens 4 Lieder benötigt und zwar an diesen Schlüsselpunkten der Trauung:

  • Während des Einzugs des Hochzeitspaares ins Trauungszimmer
  • Nach den einleitenden Worten des Standesbeamten / der Standesbeamtin
  • Nach dem offiziellen Teil der Trauung
  • Während des Auszugs aus dem Trauungszimmer


Hier einige Vorschläge von Musiktiteln, die zur Standesamtlichen Trauung passen könnten:

  • Das Beste || Silbermond
  • One Moment in time || Whitney Houston
  • Memories || A. L. Webber
  • Still wie die Nacht || C. Bohm
  • Liebestraum || F. Liszt
  • Ave Maria || Schubert
  • Menuett G-Dur || Bach
  • Bolero || Ravel
  • Yesterday || Paul McCartney
  • Never || Jaheim
  • Without you || Mariah Carey
  • I´ll always love you || Whitney Houston
  • Listen || Beyonce
  • Eternal Flame || Bangles
  • My heart will go on || Celine Dion
  • Endless Love || Luther Vandross
  • The Rose || Bette Midler
  • You Are So Beautiful || Joe Cocker
  • Right Here Waiting || Richard Marx
  • You're All That Matters to Me || Curtis Stigers
  • Save the Best for Last || Vanessa Williams
  • Now and Forever || Richard Marx
  • Everything I Do I Do It for You || Brian Adams
  • The Greatest Love of All || George Benson


[Bearbeiten] Dokumente

Früher hieß es "Aufgebot", heute ist es die Anmeldung zur Eheschließung. Das hört sich nach Papierkram an und es ist auch so...


Dokumente für den Normalfall

Wenn der "Normalfall" vorliegt, also beide Ehepartner volljährig und deutsche Staatsangehörige sind, noch nie verheiratet waren, in Deutschland geboren sind und keine Kinder haben, ist die Anzahl der notwendigen Unterlagen überschaubar:

  • Gültiger Personalausweis oder Reisepass
  • Aufenthaltsbescheinigung

Woher: Meldebehörde am Wohnort. Wenn die Trauung am gemeinsamen Wohnort stattfindet, kann der Standesbeamte die Daten vor Ort abfragen. Die Ausstellung einer Aufenthaltsbescheinigung ist dann nicht notwendig.

Was es zu beachten gibt: Dokument darf bei der Eheanmeldung nicht älter als 4 Wochen sein.

  • Auszug aus dem Geburtenregisterkunde

Woher: Standesamt des Geburtsortes. Eine telefonische Bestellung ist möglich. Die anfallenden Gebühren werden je nach Standesamt per Nachname oder Überweisung entrichtet.

Was es zu beachten gibt: Dokument darf bei der Eheanmeldung nicht älter als 6 Monate sein.

Weitere Urkunden (Personenstandsurkunde, Abstammungsurkunde, Auszug aus dem Familienregister etc.) müssen seit 2009 nicht mehr vorgelegt werden.


Dokumente bei Sonderfällen

  • Heiratsurkunde(n) und Scheidungsurteil(e)

Was es zu beachten gibt: Wenn einer der Heiratenden bereits verheiratet war, müssen Heiratsurkunden aus früheren, geschiedenen Ehen vorgelegt werden.

Bei bestimmten Sonderfällen, etwa wenn einer der Ehepartner ausländischer Herkunft ist oder schon Kinder vorhanden sind, müssen weitere Dokumente vorgelegt werden. Oft wird bei Sonderfällen auch ein Ehefähigkeitszeugnis, eine Ledigkeitsbescheinigung oder ein Staatsangehörigkeitsnachweis verlangt. Für weitere Informationen sollten man sich an das zuständige Standesamt wenden.


[Bearbeiten] Literatur

  • Florian Adamek und Mechthild Wenzel, Hochzeit im Standesamt - ein kleiner Ratgeber für das Brautpaar, ISBN 978-3763934447


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Diskussion:Standesamtliche Trauung

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